Mit voller Last voraus

Mit ihren rot-weissen mobilen Faltkränen und Gross-LKW-Kränen ist die Flück AG immer dort im Einsatz, wo flexible Hubleistungen und Transporte gefragt sind. Ein Gespräch mit Stefan Janser, Leiter der Regionen Basel und Luzern, über die Firmenphilosophie, Preispolitik und die «Erziehung» von Kunden. (Text und Fotos: Beat Matter, für „die baustellen“ Nr.04/2025)

Das erste Quartal 2025 ist bereits vorbei. Wie haben Sie den Markt zu Beginn dieses Jahres erlebt?

Wir sind zufrieden. Natürlich geht immer mehr, aber das wäre Jammern auf hohem Niveau. Im Vergleich zu 2023 und besonders 2024 war der Jahresstart etwas ruhiger. Wichtig ist, dass wir den Kontakt zu unseren Kunden halten, den Markt beobachten und flexibel darauf reagieren. Dann kommt es gut.

Rechnen Sie mit einem durchzogenen Jahr?

Seit Mitte 2024 sage ich, dass es etwas zäher werden könnte. Der Hauptgrund ist die nachlassende Dynamik im Bereich der Erneuerbaren Energien. Der Markt für grosse Solaranlagen ist in den letzten Jahren stark gewachsen, doch aktuell wird aus verschiedenen Gründen vorsichtiger investiert.

Macht Ihnen das Sorgen?

Nein. Schwankende Nachfrage in verschiedenen Kundensegmenten ist normal. Wichtig ist, dass wir flexibel bleiben und auf Veränderungen reagieren. Mehr Sorgen bereitet mir der wachsende bürokratische Aufwand. Kantonale und kommunale Behörden sowie öffentlich-rechtliche Gesellschaften greifen immer stärker in unsere Arbeit ein. Für immer mehr Kran- und Lkw-Einsätze sind zusätzliche Abklärungen und Sonderbewilligungen nötig – oft kollidieren hier verschiedene Realitäten.

Zum Beispiel?

Etwa, wenn wir den Auftrag erhalten, in 14 Tagen neben einer SBB-Bahnlinie Lasten zu heben. Zwei Wochen sind für uns viel Vorlaufzeit, doch die SBB verlangt eine Anmeldung mindestens acht Wochen im Voraus. Dazu kommt eine Rechnung von fast 3000 Franken – weil ein Erdungskabel an die Fahrleitung angeschlossen werden muss. Solche Anforderungen und Praktiken erschweren und verteuern unsere Arbeit. Damit habe ich Mühe.

Das Flück-Unternehmen ist in eine Hauptgesellschaft in Zürich sowie regionale Gesellschaften in Basel, Luzern und St. Gallen gegliedert. Warum diese Struktur und wie stark arbeiten die Filialen wirklich getrennt?

Auf dem Papier gibt es diese klare Gliederung. Die Regionalgesellschaften haben wir vor rund 20 Jahren gegründet, um die finanzielle Sicherheit zu erhöhen, unsere Kunden vor Ort besser zu betreuen und intern ein bisschen Wettkampfgeist zu fördern und so die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Das hat sich bewährt. Im Alltag gibt es aber keine strikte Trennung. Wir spannen zusammen und machen mit all unseren Kränen in allen Regionen der Schweiz das möglich, was unsere Kunden weiterbringt.

Spüren Sie innerhalb der Unternehmung regionale Mentalitätsunterschiede?

Der Kantönligeist ist ein Klischee – das aber nicht ganz falsch ist. Regionale Unterschiede gibt es, sowohl bei unseren Kunden als auch im Team. Sie beeinträchtigen jedoch nicht die Zusammenarbeit. Bei Flück haben wir eine flache Hierarchie und begegnen uns auf Augenhöhe – egal ob Geschäftsführer, Regionalleiter, Disponentin oder Chauffeur. Entsprechend kurz sind auch die Entscheidungswege. Wenn es nötig ist, einen neuen Kran zu beschaffen, dann schlafen wir nach der entsprechenden Sitzung vielleicht noch eine Nacht darüber. Dann steht der Entscheid. Seit der Betrieb 2023 aus Gründen der Nachfolgesicherung von der Toggenburger AG übernommen wurde, sind es vielleicht auch mal zwei Nächte. Aber wir sind weiterhin äusserst kompakt und agil unterwegs.

Sie sprechen den internen Wettkampfgeist an. Welche Gewichte haben die einzelnen Regionen für das Unternehmen?

Der Grossraum Zürich und Basel sind starke Wirtschaftszentren – unabhängig von unserer Branche. Die Innerschweiz und Ostschweiz haben weniger Zugkraft, sind für uns aber trotzdem wichtig. Umsatzmässig ist Zürich mit rund 45 Prozent unsere stärkste Region. Die von mir geleiteten Gebiete Nord-, Nordwest- und Innerschweiz machen zusammen knapp 50 Prozent aus, die Ostschweiz trägt etwa 5 Prozent bei. Allerdings fliessen die Regionen ineinander. So übernehmen wir als Basler Gesellschaft auch Aufträge in Zürich oder St. Gallen – genauso wie es umgekehrt der Fall ist. Kurz gesagt: Flück ist überall dort, wo unsere Leistungen gefragt sind.

Welches sind Ihre wichtigsten Kundengruppen?

Wir sind breit aufgestellt. In der Kranabteilung ist der Bereich der Erneuerbaren Energien ein wichtiges Kundensegment mit teils grossen Auftragsvolumen. Allein für die ausgebaute Solaranlage des Migros Verteilzentrums in Neuendorf haben wir im vergangenen Jahr 1100 Paletten mit Material aufs Dach gehoben. Ebenfalls wichtig sind der Gartenbau und allgemein die Landschaftspflege. Aber auch von kleineren Branchenzweigen erhalten wir geschätzte Aufträge. Von Fensterbauern beispielsweise, die Neubauten ausrüsten oder bei Bestandsbauten Glasersätze vornehmen. Im Holzbau sind wir ebenfalls gut etabliert und auch bei Flachdachsanierungen kommen wir häufig zum Einsatz. Entscheidend ist für uns, dass wir für verschiedene Kunden Aufträge jeder Grösse und Art flexibel ausführen können. Wir unterscheiden deshalb nicht zwischen wichtigen und unwichtigen Kunden – wir liefern zuverlässige Kran- und Transport-Lösungen, die für unsere Kunden wichtig sind.

Bei der Vorbereitung auf dieses Gespräch ist mir aufgefallen, dass auf der Flück-Website die Preise für Kraneinsätze detailliert offengelegt sind. Warum machen Sie das?

Das ist eine bewusste Strategie, die unser Patron Hans Flück geprägt hat und die ich mit meinem «sture Grind» weiterführe. Wir holen keine Aufträge über den Preis rein. Und das gilt! Kürzlich offerierten wir einem Kunden eine Leistung für 2500 Franken pro Tag. Er meinte, ein Mitbewerber sei 50 Franken günstiger. Meine Antwort: «Dann nimm den Mitbewerber.» Wir machen keine Abgebote.

Es gibt keine Jahresverträge mit wichtigen Kunden zu reduzierten Ansätzen?

Gegenüber Kunden mit hohen Umsätzen zeigen wir uns in der einen oder anderen Form erkenntlich. Aber feste Rahmenverträge mit reduzierten Tarifen gibt es bei uns nicht. Wir kalkulieren unsere Einsätze fair und sorgfältig. Es gibt keinen Grund, unsere eigene Kalkulation im Alltag systematisch zu unterwandern.

Im Bauhauptgewerbe herrscht ein harter Preiskampf, oft mit mehreren Abgebotsrunden. Viele Bauunternehmer fürchten, ohne Preisanpassungen keine Aufträge mehr zu bekommen. Haben Sie diese Angst nicht?

Es wäre unehrlich zu behaupten, dass ich mich nie frage, ob unser Prinzip Bestand haben kann, während rundherum über den Preis akquiriert wird. Aber für mich kommt ein Abweichen nicht infrage. Ich bin überzeugt: Ob Baumeister, Zimmermann, Gartenbauer oder Plättlileger – es muss möglich sein, fair kalkulierte Preise zu verlangen. Unternehmen müssen ihre Kosten decken und eine Marge erzielen, um sich weiterentwickeln zu können.

Wie reagieren Kunden, wenn Sie keine Preisabschläge machen?

Das kommt darauf an. Im genannten Fall, als ich den Tagesansatz nicht um 50 Franken senken wollte, rief mich der Vorarbeiter am Ausführungstag an. Ernüchtert stellte er fest, dass der günstigere Mitbewerber mit einem Pneukran gekommen war – ein Nachteil für den Holzbauer, der effizienter mit unserem Faltkran gearbeitet hätte. Unsere Offerte schien auf den ersten Blick teurer. Doch in einer Nachkalkulation wäre klar geworden, dass unsere Lösung kostengünstiger gewesen wäre. Über solche Zusammenhänge rede ich oft mit unseren Kunden.

Nervt das irgendwann?

Nein, denn solche Gespräche helfen nicht nur uns, sondern oft auch dem Kunden, seine Abläufe zu optimieren. So entsteht eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit – genau das ist mein Ziel. Allerdings gibt es im Bauhauptgewerbe, Holzbau und anderen Branchen Firmen, die wirklich hervorragende Arbeit leisten, aber keine Ahnung von sauberer Kalkulation haben. Sie achten bei Zulieferern auf jeden Rappen, übersehen in ihrer eigenen Organisation aber beträchtliche Effizienzpotenziale. Diese Einsparungen wären oft weit grösser als der Rabatt, den sie von uns fordern.

Sie kritisieren Ihre Kunden?

Ja. Das tue ich seit Jahren – mit den besten Absichten. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit den Kunden effizientere Prozesse zu entwickeln. Denn davon profitieren alle Beteiligten. Das ist exakt, worauf unsere Firmenphilosophie abzielt.

Etwas zynisch gefragt: Warum kümmern Sie sich darum? Wenn Ihre Kunden ineffizient arbeiten, können Sie mehr Einsatzzeit verrechnen.

Das stimmt – aber wir wollen unseren Kunden effiziente Dienstleistungen bieten und die Kosten im Griff behalten. Das ist im oft hektischen, zunehmend bürokratischen Alltag nicht einfach. Deshalb setzen wir uns stark dafür ein. Ein Beispiel: Während Werkhof-Fahrzeuge von Kantonen und Gemeinden oft schlecht signalisiert mitten auf der Strasse stehen, müssen wir für Kraneinsätze immer häufiger Verkehrsdienstler hinzuziehen. Doch wie erkläre ich einem Stammkunden, dass ein einstündiger Kraneinsatz plötzlich 40 Prozent teurer wird wegen dieser Vorgabe?

Was tun?

Wir suchen eine Lösung, die für den Kunden – und damit auch für uns – besser ist. Oft frage ich einfach, ob der Kunde zwei Leute am Einsatzort hat, die sich Leuchtwesten überziehen und den Verkehrsdienst übernehmen können. Das ist günstiger und erfüllt die Vorgaben. Ich habe in dieser Firma lernen dürfen, dass man nicht allem ausgeliefert ist. Wenn etwas keinen Sinn ergibt, muss man dagegenhalten und eigene praktikable Lösungen finden. Selbstverständlich ziehen wir einen Verkehrsdienst hinzu, wenn es nötig ist. Aber doch nicht aus Prinzip und ohne Not.

Wie gut sind die Angaben von Kunden, wenn sie bei Ihnen nach Kranleistungen anfragen?

Unterschiedlich. Manchmal reicht ein kurzer Anruf von Stammkunden, und wir wissen sofort, was sie brauchen. Andere brauchen zehn Minuten, und es bleibt unklar. Aber wir nehmen uns die Zeit, um zu erklären, welche Infos wir benötigen. Das ist unsere Investition in eine gute Zusammenarbeit. Auch hier schadet ein bisschen «Kundenerziehung» nicht – am Ende profitieren beide Seiten.

In vielen Kran- und Logistikunternehmungen beklagt man sich über sehr kurzfristige Anfragen. Wie erleben Sie das?

Da müsste man darüber diskutieren, was «kurzfristig» bedeutet. Für mich heisst das, jetzt anzurufen und gleich danach loszufahren (lacht). Nicht jeder Auftrag ist gleich dringend, aber unser Gewerbe ist schnelllebig. Entsprechend schnell und direkt versuchen wir unterwegs zu sein. Wenn wir heute Nachmittag um 15 Uhr die Anfrage eines regionalen Kunden erhalten, habe ich den Anspruch, dass der Auftrag bis zum Feierabend im System erfasst, vorbereitet und dem Kunden gegenüber bestätigt ist. Und wenn es die Kapazität zulässt und die Not erfordert, dann steht morgen früh ein Kran beim Kunden auf dem Platz.

Gibt es eine zentrale Flück-Dispo, welche die Fahrzeuge in allen Regionen managt?

Ja – und doch nicht. In Zürich gibt es eine zentrale Dispo, die sich über Kundenanfragen freut. Tatsächlich ist die Einsatzplanung aber ein Gemeinschaftswerk. In den Regionen haben wir direkten Zugriff auf das System und können Aufträge sofort erfassen. Dadurch sind wir flexibler, weil mehrere Leute mitdenken, mitreden und gemeinsam die beste Lösung finden.

Der Markt für Mobilkran-Dienstleistungen ist in der Schweiz hart umkämpft. Es stehen viele Kräne zur Verfügung, auch sehr grosse Kräne, die vermutlich schwierig auszulasten sind. Wie grenzen Sie sich in diesem Markt ab?

Jeder Kunde soll mit dem Anbieter arbeiten, bei dem er sich wohlfühlt. Die Anforderungen dafür sind unterschiedlich. Wir schreiben uns auf die Fahne, dass wir für unsere Kunden jene Probleme lösen, die sich mit Faltkränen und mit Gross-LKW-Kränen lösen lassen. Wir konzentrieren uns auf das, was wir können – und machen es bestmöglich.

Und wie vermeiden Sie Überkapazitäten im eigenen Fuhrpark?

Dank unserer Mentalität ist das kaum ein Problem. Ich behaupte, wir nutzen unsere Faltkräne so intensiv wie kein anderes Unternehmen in der Schweiz. Wir kaufen keine Kräne fürs Schaufenster, sondern wir beschaffen Werkzeuge, die wir stark beanspruchen und maximal auslasten wollen. Unsere Kräne sind in so hoher Frequenz unterwegs, dass manchmal nicht einmal Zeit bleibt, sie zwischendurch zu waschen.

Wie lange betreiben Sie einen Faltkran in so hoher Frequenz?

Zehn bis zwölf Jahre. Dann gehen sie zurück zu Spierings nach Holland und werden als Gebrauchtmaschinen verkauft. Unsere Kräne haben bis dahin extrem viele Betriebsstunden auf dem Zähler, sind aber gepflegt und in gutem Zustand. Wir ersetzen sie dennoch, um von technologischen Fortschritten zu profitieren – etwa dem rein elektrischen Oberwagen, neuen Lenkprogrammen oder sparsameren Motoren mit weniger Emissionen.

Sie haben kürzlich einen Spierings Cityboy erhalten – den ersten Mobil-Faltkran mit Plug-in-Hybrid-Technik. Wie sind die ersten Erfahrungen?

Der Kran ist so neu, dass ich ihn bisher nur aus der Ferne gesehen habe und noch nicht weiss, wie er sich in der Praxis bewährt. Die eigentliche Geschichte dahinter ist aber: Wir haben ihn schon vor 15 Jahren bestellt.

Wie bitte?

Unser technischer Leiter arbeitete damals bei Spierings und verkaufte uns zwei dieser – damals noch prototypischen – Kräne. Die Produktion begann, wurde aber durch wirtschaftliche Turbulenzen gestoppt und jahrelang ausgesetzt. Als das Projekt neu aufgelegt wurde, entschied sich Spierings für eine komplette Überarbeitung. An diesem Punkt entschieden wir, dass wir nicht der erste Anwender sein wollen, wie wir das bei anderen Fahrzeugen und Kränen verschiedentlich waren. Nach der langen Wartezeit wollten wir eine Maschine, die sich bereits in der Praxis bewährt hat. Jetzt, 15 Jahre nach dem ursprünglichen Handschlag, ist der Kran endlich da.

Kann das Fahrzeug rein elektrisch gefahren werden?

Ja. Je nach Topografie und Fahrweise schafft der Unterwagen 60 bis 70 Kilometer rein elektrisch. Entwickelt wurde er für europäische Innenstädte, wo Dieselantriebe teils verboten sind. Vor Ort kann er per Funksteuerung präzise manövriert werden. Mit nur 2,5 Metern Breite, aber 30 Metern Hakenhöhe und 40 Metern Ausladung ist er vielseitig einsetzbar – sei es in engen Innenstädten oder auf schmalen Bergstrassen.

Sie stehen der Elektrifizierung Ihrer Maschinen offen gegenüber?

Ja, absolut. Die Technologie hat sich stark entwickelt und bringt klare Vorteile. Wenn ein mobiler Faltkran vor Ort elektrisch betrieben werden kann, läuft der Oberwagen emissions- und lärmfrei. Mit einem elektrischen oder hybriden Unterwagen – wie beim Cityboy – wird das Konzept noch stimmiger. Bei unseren Firmen-PW setzen wir seit Jahren auf Elektroantriebe. Es freut mich, dass sich diese Entwicklung auch bei den mobilen Kränen abzeichnet.

Spüren Sie von der Kundenseite die Erwartung nach Mobilkränen mit alternativen Antriebskonzepten?

Nicht direkt. Aber ich denke, viele begrüssen es. Besonders in der Solarbranche passt es gut ins Bild, wenn auch der Bau elektrifiziert wird. Auch Holzbauer, die ihre ökologische Bauweise betonen, können mit elektrischen oder hybriden Kränen ihre Botschaft zusätzlich unterstreichen.

Neben dem Kran- und Logistikgeschäft vermietet die Flück AG Stahlplatten, die als mobile Baustrassen eingesetzt werden. Wie entwickelt sich dieses Geschäft?

Sehr gut. Vor ein paar Jahren war das Konzept in der Schweiz noch kaum bekannt, doch die Nachfrage wächst stetig. Wir haben mittlerweile über 1000 Platten im Bestand und beschaffen weitere.

Verfügt jede Regionalgesellschaft über ein Plattenlager für Baustrassen?

Nein. Wir lagern die Platten in Wangen bei Dübendorf, wo auch das Spezialfahrzeug stationiert ist, mit dem wir die Platten verlegen. Eigensinnig, wie ich halt bin, habe ich dafür gesorgt, dass wir an unserem Standort in Pratteln 40 Platten deponieren, die wir flexibel einsetzen können. Dies, wenn wir für Kraneinsätze selbst ein paar Platten brauchen. Oder auch, wenn regionale Kunden kurzfristig einen Bedarf haben, der sich damit lösen lässt. Bewirtschaftet wird der Geschäftszweig aber von Zürich aus.

Baustrassen werden in verschiedenen Materialien angeboten. Bei Flück setzen Sie auf Stahlplatten. Was zeichnet die Stahlplatten gegenüber Kunststofflösungen aus?

Stahlplatten brauchen keine aufwendige Vorbereitung – keinen Unterbau, kein Auskoffern, Schottern oder Verdichten. Ihr hohes Eigengewicht sorgt für Stabilität, ohne dass sie verschraubt werden müssen. Andere Lösungen mögen tragfähig sein, wenn der Untergrund passt. Aber mit Stahlplatten muss man sich auch dann keine Sorgen machen, wenn ein schwerer Raupenbagger für Abbrucharbeiten tagein, tagaus darüberfährt. Bei Kraneinsätzen sind wir selbst immer wieder froh, die äusserst stabilen Platten zur Hand zu haben.

Im Schweizer Siedlungsgebiet begegnet man auf Schritt und Tritt Baustellen und weiteren Orten, an denen Kräne und Lastwagen eingesetzt werden. Kommen Sie je los von der Arbeit?

Nein. Aber das stört mich nicht. Ich bin seit vielen Jahren mit Herzblut dabei. Und ich bin nicht der Typ, der die Arbeit strikt vom Privatleben trennt. Die Arbeit ist ein Teil von mir, genauso, wie es meine privaten Rollen als Ehemann und Vater sind. Sie gehören zu mir, ob es nun Dienstagmorgen, Donnerstagabend oder Sonntagmittag ist. Eine Zeitlang ging ich auf dem Zahnfleisch, was die Arbeitsbelastung betrifft, das muss ich zugeben. Mittlerweile ist mein Team in den Regionen Basel und Luzern aber personell so gut aufgestellt, dass ich bewusst Auszeiten nehmen kann. Dafür bin ich der Firma und meinen Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar.

Beat Matter

Beat Matter

Ich schreibe. Und ich fotografiere. Beides fliessend. Für Medien, Unternehmen, Stiftungen, Verbände, Vereine und Private.

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