„Ich mag die Abwechslung“

Beat Matter

René Meyer (45), Leiter Instandhaltung und Verkauf Serviceleistungen bei der Notterkran AG, hat es gerne hektisch. Sowohl als Werkstattleiter wie auch als Verkäufer sieht er sich als Unterstützung für seine Kunden. („die baustellen“ Nr. 11/2018)

Meine Tätigkeit bei der Notterkran AG umfasst eigentlich zwei Jobs, die ich nebeneinander, oder eher miteinander mache. Ich bin Leiter Instandhaltung in unserem Servicecenter in Oberentfelden. Hier führe ich mit meinem Stellvertreter ein Team von zehn Mechanikern. In meiner zweiten Funktion bin ich als Verkäufer von Serviceleistungen draussen bei den Kunden unterwegs. Ihnen präsentiere ich spezifische Service-Angebote, plane Revisionen oder bespreche Umbauten, die sich in Planung befinden.

Unsere Kunden sind Spediteure, Bauunternehmungen und auch Einmann-Betriebe, die ihre Transportdienstleistungen anbieten. Sie sind hauptsächlich für den Bau unterwegs. Hinzu kommen beispielsweise Gemeindewerke oder Feuerwehren, die wir bedienen. Für sie führen wir umfangreiche Service- und Reparaturarbeiten an den Kran- und Brückenaufbauten aus, die wir an ihren Nutzfahrzeugen angebracht haben. Daneben gehören auch Revisionen und Umbauprojekte jeder Grössenordnung zum Leistungsspektrum meines Teams. Meine Tätigkeiten greifen im Alltag vielfältig ineinander. Je nach Bedarf bin ich eher in der Werkstatt präsent oder eben draussen im Verkauf unterwegs. Ich mag diese Abwechslung.

Laufende Weiterentwicklung

Ich habe ursprünglich Landmaschinenmechaniker gelernt. Direkt nach meinem Lehrabschluss ging ich zur Notterkran AG. Das ist mittlerweile 24 Jahre her. In dieser Zeit arbeitete ich hier in unterschiedlichen Abteilungen und Funktionen. Als wir 2010 unser Servicecenter in Oberentfelden aufbauten, übernahm ich die Leitung der Instandhaltung. Nach einer dreijährigen Phase, in der ich ausschliesslich im Verkauf von Serviceleistungen tätig war, ergab sich vor zwei Jahren die Gelegenheit, die beiden Tätigkeiten zu kombinieren.

In dem Vierteljahrhundert, in dem ich hier tätig bin, haben sich die Geräte, die wir aufbauen, enorm weiterentwickelt. Bauten wir in den 1990er Jahren noch vergleichsweise einfache Hebewerkzeuge ein, wurden die Reichweiten seither sukzessive grösser, die Geschwindigkeiten höher, die Hydraulik effizienter und die elektronischen Systeme immer umfangreicher. Getrieben sind diese Entwicklungen einerseits von den Kundenbedürfnissen, andererseits aber auch von einer Gesetzgebung, in der insbesondere die Arbeitssicherheit hoch gewichtet wird. Unsere Kunden in diesem sich stets wandelnden Feld beraten und unterstützen zu können, ist ein vielseitiger Job, bei dem auch die menschliche Seite ein zentraler Faktor ist. Ich begleite viele unserer Kunden seit Jahren. Es sind Partnerschaften entstanden, in denen man sich kennt – und vertraut.

Arbeit wird erledigt

Mit Spätherbst und Winter beginnt jetzt traditionell unsere strengste Phase im Jahr. Auf dem Bau wird es in dieser Zeit etwas ruhiger, deshalb können die Kunden ihre Transportfahrzeuge einfacher für Revisionen und Umbauarbeiten bei uns entbehren.

Stress und Hektik machen mir nichts aus. Ich brauche das fast ein bisschen. Ist es eine Weile ruhig, wird mir rasch einmal langweilig. Und so habe ich auch keine Mühe damit, dass ich meine Arbeit zwar grob planen kann, es dann aber oft anders kommt, als gedacht. Allzu oft richte ich mich frühmorgens auf Büroarbeit ein, stehe dann aber kurz darauf doch in der Werkstatt und helfe beim «Schlüsseln». Der Grundsatz ist letztlich klar: Wenn Arbeit reinkommt, wird sie erledigt. Da kann es auch mal später werden. Ich sage dann jeweils: Das Fahrzeug muss heute noch heim, damit der Kunde morgen das Geld verdienen kann, mit dem er unsere Rechnung bezahlt.

 

Beat Matter